Wer kennt es nicht, jahrelang ärgert man sich über ein schlechtes Werkzeug, nach dem Kauf der professionellen Lösung ensteht sofort die Frage, warum machte ich dies nicht früher.

Der Gedanke eine PWM zu bauen verfolgte mich schon etwas länger. Beim letzten Versuch vor zwei Jahren in den Untiefen meines Speichers passende Teile zu finden, endete dies mit dem Bau eines Tonarms, da ich dafür Teile fand und nicht für die PWM.

Von Zeit zu Zeit schaute ich auch auf Ebay nach einem passenden Plattenspieler der als Basis dienen könnte. Da ich aber einen gewissen optischen Anspruch habe wurde ich lange Zeit nicht fündig. Daher kaufte ich eine Knosti und probierte damit meine Platten zu reinigen. Mal wieder bei Ebay geschaut entdeckte ich einen Sony PS D707 für 15 Euro Sofortkauf, das Teil sah passabel aus, die Abwicklung des Kaufes lief perfekt.

Somit gleich bei Hannl Reinigungssysteme ein paar Bürsten bestellt. Ich möchte hier den super Service von Herrn Hannl hervorheben, die Bürsten lagen einen Tag nach Bestellung im Briefkasten auf Rechnung! Der Halter für die Bürste war schnell erstellt und besteht aus einem eingesägten Buchenholzstab + Alu-Flachprofil aus dem Baumarkt. Die Vakuumpumpe war bereits vorhanden und ein ausgemustertes Modell, das mir ein Freund (Medizintechniker) besorgen konnte. Die Pumpe wurde ausgelagert, da ich die unförmigen Kisten unter den meisten PWMs optisch nicht ansprechend finde und ich die Pumpe weiterhin für ihren ursprünglichen Einsatz, die Herstellung von Verbundbauteilen aus Glas- und Kohlefaser, brauche.

Der Arm hat noch keinen motorischen Antrieb, nach ein paar Plattenwäschen tendiere ich dazu dies so zu lassen. Der Absaugvorgang ist manuell komfortabel genug, Stellen mit mehr Flüssigkeit können sehr einfach länger abgesaugt werden.

Die PWM ist locker an einem Tag zusammengebaut, das Ergebnis im Vergleich zu dem Knostigepansche ist eine andere Welt. Eine neue Platte, Smog A River Ain`t Too Much Love hatte sehr starke Nebengeräsche, eine Art Schleifen welches die Tonhöhe änderte. Diese Platte habe ich mindestens dreimal mit der Knosti gewaschen bis ich beschloss, dass dies ein Pressfehler ist.

Mit der PWM + Hannl XI 3 C ist nur noch ein leises Hindergrundrauschen wie bei der digitalen Aufnahme zu hören.

5 Antworten zu “Plattenwaschmaschine”
  1. Michael B. sagt:

    Prima Umsetzung des eigentlich so aufwendigen Themas! Den Reinigungsarm könnte man z.B. vom Faden einer mechanischen Spieluhr über die Platte ziehen lassen. Hab´s gebaut – funktioniert ganz gut.
    Viel Spaß mit dem Gerät – Micha

  2. admin sagt:

    Hallo Micha,
    die Idee mit der Spieluhr gefällt mir, da originell und einfach.

    Grüße Chris

  3. holger hampe sagt:

    guten tag, habe mit holzrad und elektromotor von conrad relativ einfach den absaugarm transport realisiert. die abschaltung übernimmt der microschalter von dem verwendetem sharp plattenspieler.

  4. bmg sagt:

    Vielen Dank für die Vorstellung des Projekts. Folgende Infos werden höflich erbeten:

    – Ist der Plattenspieler (vermutlich ein Direct Drive) stark genug bei Aufdruck der Reinigungsbürste?
    – Was für eine Absaugspitze wird verwendet?
    – Welcher Faden wird verwendet?
    – Welchen Durchmesser hat der verwendete Schlauch?

    Danke!

  5. admin sagt:

    Der Plattenspieler hat einen Riemenantrieb, ist aber stark genug. Die Teflonspitze zur Absaugung ist von einer Entlötpumpe. Der Faden ein dickeres Nähgarn und der Silikonschlauch hat einen Durchmesser von 4mm.

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