Das Projekt Take:Five wurde Mitte 2000 gestartet, da mein damaliges Budget begrenzt war sollten zunächst Chassis im mittleren Preissegment zum Einsatz kommen, diese wollte ich zu einem späteren Zeitpunkt durch „höherwertige“ ersetzen. Nachdem ich nun 15 Jahre mit dem System höre bin ich der Meinung, dass dies nicht nötig ist. Das erreichte Ergebnis stellt mich zufrieden.

In den ersten vier Jahren gab es drei wesentliche Phasen in denen folgende Änderungen stattfanden:

Ursprünglich wurde der Bassbereich als Reflexsystem ausgeführt, das Ergebnis machte mich trotz verschiedener Abstimmungen nicht glücklich. Erst die geschlossene Variante mit aktiver Entzerrung mittels Linkwitz Poleshifter brachte das gewünschte Ergebnis einer sauberen Basswiedergabe. Für die Berechnung des Filters benutzte ich das Excelsheet der True Audio Seite.

Die zweite wesentliche Veränderung war die Änderung von 2 1/2 auf 3 Wege und der Einsatz des digitalen EQs , Behringer Ultracurve 8024. Als integraler Bestandteil der Kette konnten ich erstmals verschiedene Abstimmungen sehr einfach gegenhören + beschränkte Korrekturen der Raumakustik vornehmen. >[ ultracurve ]

Ein Thema, das mich sehr viel Zeit kostete, war die Festlegung auf einen Hochtöner.
Angefangen habe ich mit der Excel T25 Kalotte, für mich immer noch ein sehr guter Hochtöner, allerdings konnte er bei hohen Lautstärken dynamisch nicht mit dem Mittenbereich mithalten.

Nachdem ich mich mit diversen Breitbandchassis beschäftigte, probierte ich Fostex FE 87 und Fostex FF85 K aus. Die anfängliche Begeisterung der angenehmen Spielweise + besseres Abstrahlverhalten stand eine geringere Auflösung gegenüber. Diese würde mich nicht stören, allerdings gab es bei Aufnahmen bei der z.B. ein Instrument absichtlich verzerrt wurde nicht mehr die Selbstverständlichkeit wie bei einer Kalotte, es war nicht mehr klar zu hören ob es nun zur Aufnahme gehörte oder das Chassis ist.

Letztendlich blieb ich bei der Seas Noferro 650 hängen, diese Kalotte funktioniert in meinem System sehr gut.

Update: Mittlerweile ist als Hochtöner ein Scan Speak D2904/980000 verbaut, dieser löst im Vergleich zum Seas noch etwas feiner auf und spielt in der jetzigen Abstimmung trotzdem positiv unauffälliger.

Zur gleichen Zeit modifizierte ich die Basstreiber Monacor SPH 165 KE mit neuer Staubschutzkalotte, was die Steifigkeit der Membran erhöhte.

Da ich das System beim Forumtreffen bei K+T und in Wetzlar, sowie auf der Hifi-Music-World 2004 vorstellte gibt es Meinungen verschiedener Hörer im Netz. Somit verzichte ich auf eine persönliche Wertung + Klangbeschreibung, da sowieso subjektiv. Davon abgesehen wurde mir auf den verschiedenen Treffen auch klar , wie unterschiedlich die Hörgewohnheiten + Erwartungen sind. Letztendlich hilft nur sich die Teile selbst anzuhören um ein Urteil zu bilden.

Das Setup spielt nun seit 2009 unverändert und die Abstimmung ist abgeschlossen.

Pico’s Bericht über das Forumtreffen Wetzlar (711kB)

Thread Hifi-Music-World 2004 Wetzlar, Audioavid

Thread Hifi-Music-World 2004 Wetzlar, Audiotreff



Technische Daten:

3 Wege Aktivsystem
Trennfrequenzen 200 / 2200 Hz, Linkwitz/Riley Filter 4. Ordnung. Bassbereich geschlossene Bauweise,Entzerrung auf 35Hz mittels Linkwitz Poleshifter. (Güte 0,5 auf 0,7)

Chassis
Bass Monacor SPH165 KE (modifiziert), Mitten Alcone HE6.5, Höhen Scan Speak D2904/980000

Gehäusekonstruktion Sandwichkonstruktion aus 19mm MDF- Bitumen-19mm MDF. Die inneren Gehäuse sind über entkoppelte Metallteller mit der Rückwand verspannt. Im HT / MT Bereich mittels Gewindestangen, im Bassbereich mit Schloßschrauben:Bild
Das Volumen der MT Kammern beträgt 12l, im Bassbereich 15l.

Elektronik:
2x Elektor Mini Crescendo (2x70W / 4Ohm) für HT und MT, Elektor Crescendo (2x150W / 4Ohm) für TT

test

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